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Neujahrsgruß

Liebe Moringerinnen und Moringer,

um den Jahreswechsel herum ist es Zeit für einen Moment des Innehaltens, um einen Blick zurück aber auch einen Blick nach vorn zu werfen.

 
 

Sollte ich den Blick zurück, wie in den sozialen Netzwerken, mit Emojies beschreiben wollen, würde ein breiter Kanon der Emotionen entstehen, denn es war auch in diesem Jahr bis zum letzten Tag vor Weihnachten sehr bewegt.

Wie bereits in den vergangenen Jahren stand auch in 2017 das Geld im Mittelpunkt. Trotz einer wirtschaftlich guten Gesamtlage und der Tatsache, dass das Jahr 2017 auch für die Stadt Moringen ein positives Haushaltsergebnis bringen wird, bleibt die Last der Fehlbeträge aus den Vorjahren, die abgebaut werden müssen oberste Prämisse.

Deshalb hat der Rat in seiner letzten Sitzung des Jahres die Grund- und Gewerbesteuerhebesätze angehoben. Eine längst fällige Entscheidung, die sicherlich keinem der dafür stimmenden Politiker leicht gefallen ist. Trotzdem eine notwendige Entscheidung, denn es muss für Moringen weiter gehen. Die Stadt muss lebens- und liebenswert bleiben. Dazu muss sie auch gestaltet und nicht nur verwaltet werden. Einen Dornröschenschlaf, wie ihn der Ratskeller im Herzen der Stadt auch in diesem Jahr geschlafen hat, darf es darum herum nicht geben.

Und Moringen kann sich sehen lassen. Schlussendlich haben wir in den vergangenen Jahren viel investiert und bleibende Werte geschaffen. Mit der Scheunenstraße wurde in 2017 die letzte Maßnahme im Rahmen der Städtebauförderung abgeschlossen. Insgesamt wurden über den Gesamtzeitraum der Städtebauförderung hinweg weit mehr als 4,2 Mio. Euro investiert. Das hat positive und sichtbare Spuren auf allen Straßen und Plätzen der Innenstadt und an zahlreichen Häusern auch in der Langen Straße hinterlassen.

Den Trend des Verschwindens der Geschäfte aus der Innenstadt können wir vermutlich nicht umkehren. Aber wir können diejenigen stärken, die noch da sind und aufmerksamer durch die Stadt spazieren und auch in Moringen einkaufen. Dabei möchte uns ein Schaufensterwettbewerb im Frühjahr Lust auf mehr Regionalität machen und zeigen, was Moringen zu bieten hat! Seien Sie gespannt und machen Sie mit! Allen Unternehmerinnen und Unternehmern die sich daran beteiligen und die sich sonst vielfältig einbringen, möchte ich an dieser Stelle für Ihr Engagement in unserer Stadt danken.

Ein Ende gefunden hat im vergangenen Jahr auch der Kampf um das so genannte Jahsbergcenter und den Verbleib des zweiten Supermarktes in der Stadt. Die Baugenehmigung für den Neubau des Nettomarktes am Jahsberg liegt inzwischen vor und im kommenden Frühjahr soll der erste Spatenstich erfolgen.

Darüber hinaus haben Rat und Verwaltung im vergangenen Jahr vieles geplant und auf den Weg gebracht, was erst in den nächsten Jahren sichtbar werden wird:

1.    Die Industriestraße wird als Baustraße ausgebaut, um den Standort Moringen attraktiver und sichtbarer zu machen und mehr potentielles Gewerbegebiet zu erschließen.

2.    Die Nienhagener Straße wird zwischen der Breite-Stein-Straße und der Kreisstraße nach Nienhagen einschließlich der zweiten Brücke über den tiefen Graben ausgebaut.

3.    Die Löwenzahngrundschule soll abschnittweise bis 2022 saniert werden.

4.    Zwischen dem Baugebiet am Kleingartenweg und der Einbecker Landstraße werden im Jahr 2018 neue Bauplätze entstehen.

5.    Das Flaakebad soll mit Hilfe von Fördermitteln hinsichtlich des Schwimmbeckens und der gesamten Strömungstechnik saniert werden und anschließend an einen Trägerverein übergeben werden.

6.    Die Flächennutzungsplanänderung zur Ausweisung von Konzentrationsflächen für Windenergie soll in 2018 abgeschlossen werden.

Damit können wir auch im kommenden Jahr sichtbare Zeichen setzen, dass sich die Stadt weiter entwickelt und zukunftsfähig aufstellt.

Leider sind der Größe der Veränderungen Grenzen gesetzt, denn die Stadt trägt eine erhebliche Schuldenlast und im Januar ist eine Zielvereinbarung mit dem Land zu vereinbaren, die uns an unsere Sparziele bindet.

Ein großer Baustein in diesem Zukunftsplan wird die Gründung eines Trägervereins für das Freibad sein. Um das Bad auch für kommende Generationen zu erhalten, muss die Stadt den jährlichen Zuschussbetrag für das Bad begrenzen. Deshalb soll das Bad mit einem festen jährlichen Zuschuss an einen Trägerverein übergeben werden, der das Bad anschließend eigenverantwortlich betreibt. Ich möchte alle Interessierten schon heute zu einer Informationsveranstaltung am 07.02.2018 um 19:00 Uhr in die Stadthalle einladen. Machen Sie mit und beteiligen Sie sich an der Zukunft unserer Stadt.

Das Ehrenamt ist unverzichtbar für unsere Gesellschaft und dass hat sich auch in diesem Jahr wieder gezeigt. Ohne das Engagement der Vereine wäre der Veranstaltungskalender niemals so abwechslungsreich und bunt gewesen. Besondere Highlights waren für mich der großartige Schüttenhof in Großenrode, das Viererfestrevival sowie die zahlreichen Vereinsjubiläen. Aber auch die übrigen Veranstaltungen, die das Jahr in seinem Verlauf begleiten, wie der Brauergildenball, der Karneval in Moringen und Fredelsloh, die Osterfeuer, die volle Möhre Party, das Maibaumaufstellen, das Springturnier, der Oldtimermarkt, das die Klosterwiesn, der Weihnachtsmarkt, die Christmasparty und das Fußballturnier zum Jahresabschluss sowie die vielen sonstigen Sport- und Kulturveranstaltungen, zeigen, dass wir in einer lebendigen Stadt leben. Vielen Dank Allen Aktiven für das Engagement, die Zeit und den Mut.

Ein Ereignis möchte ich noch hervorheben, da in besonderer Weise die Leistungsfähigkeit des Ehrenamtes zeigt. Nach der Explosion in der Langen Straße  am 04. Dezember waren alle Wehren des Stadtgebietes im Einsatz, um das Feuer zu löschen, die Menschen aus dem brennenden Gebäude zu retten und die umliegenden Häuser zu schützen und zu evakuieren. Vor Ort waren außerdem Kräfte der Kreisfeuerwehr, Ärzte, Rettungssanitäter und sowie die Stadtwerke Leine-Solling. Durch diesen großartigen, schnellen und reibungslos verlaufenden Rettungseinsatz konnte Schlimmeres verhindert werden. Die sechs verletzten Hausbewohnerinnen und Hausbewohner, sowie der verletzte Feuerwehrmann konnten bereits nach kurzem Aufenthalt die Krankenhäuser verlassen. Dafür, dass bis Weihnachten alle in neuen Wohnungen untergebracht werden konnten, sei ganz besonders dem Verein Flüchtlingshilfe und mehr, der Wohnungsbaugesellschaft aus Northeim, den Interimsvermietern und der Pension Papiermühle gedankt. Ohne das Zusammenspiel aller Beteiligten wäre es sicherlich nicht möglich gewesen, allen ein ruhiges und friedliches Weihnachtsfest zu ermöglichen.

Bevor ich zu weiteren Dankesworten komme, möchte ich mir noch eine Anmerkung im Rückblick auf das Jahr 2017 erlauben. Eine Demokratie lebt vom Miteinander. Dabei muss das „Wir“ vor dem „Ich“ stehen. Für alle, die Mitgestalten möchten, bedeutet das, Kompromisse einzugehen, sich gegenseitig Fragen zu stellen, miteinander zu reden und sich gegenseitig zuzuhören. Alles in Frage zu stellen und nur zu kritisieren tut dabei keinem gut und wirkt entmutigend auf alle Mitstreiterinnen und Mitstreiter. Wir haben das gemeinsame Ziel, das Beste für Moringen zu erreichen und deshalb sollten wir im Rat dahin zurück kommen, miteinander zu reden und zu gestalten und einander mehr Wertschätzung und Vertrauen entgegen zu bringen.

Abschließend möchte ich mich bei Allen bedanken, die mit großem Engagement daran arbeiten, dass unsere Stadt lebt. Stellvertretend möchte ich mich beim Rat der Stadt Moringen, bei allen Ortsbürgermeisterinnen und –bürgermeistern sowie den Ortsräten, bei den Ortsvorsteherinnen und Ortsvorstehern sowie den Ortsbeauftragten für Ihren Einsatz sowie für die gute Zusammenarbeit bedanken. Außerdem natürlich bei allen ehrenamtlich Tätigen in den Vereinen, Verbänden, Kirchen, Feuerwehren und in der Flüchtlingsbetreuung für die unbezahlbaren ehrenamtlich geleisteten Stunden.

Mein besonderer Dank gilt meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Stadtverwaltung, auf dem Bauhof, im Flaakebad, in den Kindergärten und der Gemeindeschwesternstation für die geleistete Arbeit und die gute Zusammenarbeit.

Ich wünsche Ihnen Allen und Ihren Familien einen guten Start in 2018 und ein friedliches und erfolgreiches neues Jahr.

Es grüßt Sie Ihre Bürgermeisterin Heike Müller-Otte