Löwenzahnschule Moringen

Unser Schulprogramm

(Stand Januar 2010)

Das Schulprogramm gibt Auskunft darüber, welches Leitbild und welche Entwicklungsziele die pädagogische Arbeit und die sonstigen Tätigkeiten der Schule bestimmen.

  1. Leitsätze zum Schulprogramm

Zunächst wird die Schule mit ihren Rahmenbedingungen vorgestellt.

  1. Unsere Schule

  2. Räumlichkeiten

Mit Blick auf die Leitsätze beschäftigt sich unser Schulprogramm schwerpunktmäßig mit:

  1. Unterricht

  2. Begabungen

  3. Integration

  4. Fördern und Fordern

  5. Kreativphasen

  6. Arbeitsgemeinschaften

  7. Bewegungsaktive Schule

  8. Prävention durch Stärkung der Ich-Persönlichkeit

  9. Schulleben

  10. Kooperationspartner

  11. Schulklima

  12. Umweltbezug- Naturwissenschaftliche Schwerpunktsetzung

  13. Interkultureller Ansatz

  14. Beratung

  15. Sicherung der Unterrichtsqualität

  16. Darstellung in der Öffentlichkeit

  17. Evaluation

Das vorliegende Schulprogramm basiert auf dem 1. Schulprogramm von 2003 anlässlich der Namensgebung der Löwenzahnschule. Es ist vom Schulvorstand weiterentwickelt und ausgeweitet und von der Gesamtkonferenz beschlossen worden. Es richtet sich insbesondere an die Lehrkräfte sowie alle weiteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unserer Schule. Es soll aber auch der Darstellung nach außen dienen. Eine Zusammenfassung soll als PPP erstellt werden, um als Grundlage für die nächsten Info-Abende zur Schulanmeldung zu dienen.

Es wird in die Homepage der Löwenzahnschule aufgenommen.

 

Unser Schulprogramm ist in zwei Teile gegliedert:

Teil A beinhaltet wesentliche Aspekte, die das Schulgeschehen in allen Teilbereichen prägen.

Teil B besteht aus Konzepten zu besonderen Bereichen.

In dem hier vorliegenden Teil A gibt es zu vielen wesentlichen Aspekten einen Querverweis zu ausführlich ausgearbeiteten Konzepten. Diese Konzepte (Teil B) sind im Sekretariat hinterlegt.

Wenn Sie Interesse an besondern Aspekten unserer Arbeit haben, sprechen Sie uns an, gerne stellen wir Ihnen die Unterlagen zur Verfügung.

 

I. Leitsätze zum Schulprogramm

 

Wir, das Kollegium der Löwenzahnschule Moringen, fühlen uns verpflichtet, der Namensgebung der Schule auch inhaltlich zu folgen und eine Schule zu schaffen, die den Bedürfnissen des Einzelnen ebenso gerecht wird wie den Anforderungen der Gesellschaft an das elementare Wissen.

 

                       

Es geht darum, Kindern begreiflich zu machen, Leben als Herausforderung der eigenen Kraft und der eigenen Fähigkeiten

zu begreifen. Das schließt ein Ja zur Übernahme von Verantwortung ein.

Die Dinge um uns herum verändern sich rapide, die Verdopplungszeit des Wissens verringert sich immer mehr. Von unseren Kindern werden Flexibilität und Ideenreichtum erwartet. Lebenslanges Lernen ist unabdingbar.

     
Denn gute Laune ist ein Schatz, den anzugreifen das Kapital vermehrt. Man kann ihn überall ausstreuen, auf der Straße, im Bus und am Zeitungskiosk: Nichts davon geht verloren. Überall schlägt er Wurzeln und treibt er Blüten.
Da, wo Kinder auftauchen, bekommt alles ein frisches und natürliches Gesicht, voller Farbe und Leben.
Unsere Schulfarben sind grün und gelb!

 

 

 

Die emotionale Grundlage ist sehr wichtig!

 

 

Wir haben ein ausgefeiltes Förder- und Forderkonzept!  

 

Wir haben jetzt eine Schulhymne!
Löwenzahn wird bei Heilmethoden empfohlen, die auf dem ganzheitlichen Denkansatz basieren. Nicht die Symptom- sondern die Ursachenbekämpfung steht im Vordergrund.  
  Seit 2003 nehmen wir am RIK teil!

Seht in dem anderenen kein Unglück, keine Panne, die man um der Einheitlichkeit willen beseitigen oder möglichst einschränken muss; seht darin ein Prinzip des Lebendigen, eine Gabe, eine Chance, eine Möglichkeit, die zu einer Aufgabe und einer Herausforderung wird.  

Zitat von Dorothee Sölle

 

     
     

 

II. Unsere Schule

Die Löwenzahnschule ist eine dreizügige „Verlässliche Grundschule“ in Moringen, die bereits zum 01.08.1999 verlässlich wurde. Seit 2003 arbeiten wir nach dem Konzept 'Lernen unter einem Dach'. in enger Kooperation mit der Erich-Kästner-Schule in Northeim (Förderschule L). Zur Namensgebung Anfang 2003 wurde ein erstes Schulprogramm erstellt.

Zurzeit wird die Schule von ca. 280 Kindern besucht, die in einem Gebäudekomplex untergebracht sind, der räumlich mit der angrenzenden Kooperativen Gesamtschule Moringen (KGS) verzahnt ist. Vor unserem Gebäude haben die SchülerInnen die Möglichkeit, die Pausen auf einem Schulhof mit einer 2005 neu angelegten Spielanlage zu verleben.

Von 7.45 Uhr bis 12.45 Uhr sind im Rahmen der Verlässlichen Grundschule feste Betreuungszeiten garantiert. Nach der Unterrichtszeit kann seit 2008 ein Hortangebot genutzt werden, das Betreuung bis 17.00 Uhr und auch zum großen Teil in den Ferien bietet. Der Hort in Trägerschaft der Stadt Moringen befindet sich in den Räumen der Schule. Einzelne Schulräume werden gemeinsam genutzt.

Die Löwenzahnschule ist die einzige Schule des Schulträgers, der Stadt Moringen. Das Schuleinzugsgebiet der Schule umfasst neben dem gesamten Stadtgebiet die Ortsteile Fredelsloh, Lutterbeck, Oldenrode, Nienhagen, Blankenhagen, Behrensen, Großenrode ,Thüdinghausen und einige abseits gelegene Aussiedlerhöfe oder Forstämter. Diese Kinder werden mit Schulbussen oder Taxis zur Schule und wieder nach Hause gebracht.

Die Schulleiterin und die Elternratsvorsitzende sind ständige stimmberechtigte Mitglieder im Schulausschuss und im Vorstand der Karla-Müller-Stiftung.

Das Kollegium besteht derzeit aus etwa 30 Personen. Mitgezählt sind hier auch die FörderschullehrerInnen, die im Rahmen des Regionalen Integrationskonzeptes der Stadt Northeim (RIK) an der Schule tätig sind, die Referendarin, die pädagogischen MitarbeiterInnen und zwei PraktikantInnen. In unserer Arbeit unterstützt werden wir von einer Schulsekretärin, einem Hausmeister und 3 Reinigungskräften.

An unserer Schule beteiligen wir uns gern an der Ausbildung der jungen LehrerInnnen und gewähren StudentInnen die Möglichkeit, ihr Praktikum bei uns zu machen. Der gegenseitige Austausch mit ihnen bringt für LehrerInnen und SchülerInnen immer wieder neue Ideen und Anregungen.


 

III. Räumlichkeiten

Den Kindern stehen neben den Klassenräumen, die die Kinder mitgestalten, folgende Räume zur Verfügung:

8 Klassen können einen eigenen Gruppenraum , angrenzend an ihren Klassenraum mit einer Glaswand versehen, unterschiedlicher Größe nutzen.

Es gibt einen Werkraum, einen Musikraum, eine Schulküche, einen RIK-Raum und einen Mehrzweckraum angrenzend an den Bühnenbereich der Aula. Dieser Raum wird außerdem für das Zeigen von Videos etc. und für Informationsveranstaltungen genutzt. Die Schule verfügt über einen gut ausgestatteten Computerraum; darüber hinaus haben alle Klassen Computerarbeitsplätze mit Internetanschluss. Eine Schülerbücherei wurde 2007 kindgerecht umgestaltet. Ein Vorleseraum für die Kreativphasen wird seit einem Jahr nachmittags auch vom Hort benutzt.

2008 wurde eine Mathematik-Lernwerkstatt im Einstein-Zimmer eingeweiht. Zurzeit wird die Forscher-Werkstatt aufgebaut im Da-Vinci-Zimmer. (Förderkonzept, Medienkonzept, Konzeptbaustein Leseförderung, Kreativphasen, Begabungskonzept, Fortbildungskonzept).

Der Grundschule steht eine gut ausgestattete Großraumsporthalle und eine Gymnastikhalle zur Verfügung, die räumlich mit der Schule verbunden sind. Eine große Außensportanlage hinter der KGS ergänzt das sportliche Angebot. Eine neue weitere Sportstätte der KGS mit einer riesigen Kletteranlage konnte auch schon in unser Sportangebot integriert werden.( Konzept zur Gesundheitsförderung mit Sport)

Bei Schulveranstaltungen benutzen wir unsere Pausenhalle, die wir durch das Umarbeiten alter Schultische zu Sitzbänken so ausgestattet haben, dass alle 300 Menschen der Schulgemeinschaft sitzen können und sogar zu besonderen Festen noch Eltern ausreichend Platz finden. Eine leistungsfähige Verstärkeranlage unterstützt uns bei unseren Veranstaltungen.

Eine bauliche Besonderheit der Schule ist die Einbettung der vielen Innenhöfe im Schulgebäude. Diese werden als „Grünes Klassenzimmer“, als „Strand“, als Schulgarten, als Biotop mit Teich u.ä. benutzt. (Innenhofkonzept, Betreuungskonzept)



 

IV. Unterricht

 

Es geht darum, Kindern begreiflich zu machen, Leben als Herausforderung der eigenen Kraft und der eigenen Fähigkeiten zu begreifen. Das schließt ein Ja zur Übernahme von Verantwortung ein. Die Dinge um uns herum verändern sich rapide, die Verdopplungszeit des Wissens verringert sich immer mehr. Von unseren Kindern werden Flexibilität und Ideenreichtum erwartet. Lebenslanges Lernen ist unabdingbar.

Das Erlernen der grundlegenden Kompetenzen wie Lesen, Schreiben und Rechnen, aber auch die Förderung sozialer Kompetenzen und das Erarbeiten von Lernstrategien stehen im Mittelpunkt unserer Arbeit. Wir haben und nehmen uns Zeit für Projekte, Werkstatt und Freiarbeit. Der tägliche Unterricht besteht aus vielfältigen Unterrichtsformen und -methoden. Dabei werden außerschulische Lernorte einbezogen und vielfältige Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit externen Partnern genutzt. (Methodenkonzept, Kooperationskonzept)

 

Starkes Klassenlehrerprinzip

Wenn Schule mehr sein will als nur ein Ort des Lernens, wenn der Erziehung einen größeren Stellenwert in Schule zukommt, dann hat aus unserer Sicht die Klassenlehrerin als feste Bezugsperson eine größere Bedeutung als früher. Eine Klassenlehrerin bekommt von dem, was ein Kind beschäftigt, mehr mit als eine Fachlehrerin.

Gerade Kinder, die an vielen Fördermaßnahmen, an Arbeitsgemeinschaften und am Angebot der Betreuung teilnehmen, brauchen umso mehr die Klassenlehrerin/den Klassenlehrer als verlässliche Vertrauensperson.

Darum gilt für uns als Prinzip, dass eine Klassenlehrerin/ein Klassenlehrer ihre/seine Klasse in der Regel über vier Jahre behalten sollte und vor allem in den 1. und 2.Schuljahren den weitaus größten Teil des Unterrichtes in ihrer/seiner Klasse erteilt.

Dies ermöglicht auch andere Zeitstrukturen des Lernens. Der Schulgong ertönt nur noch nach den zwei großen Pausen. Die erste längere Unterrichtseinheit dauert bis zur ersten Pause um 9.30 Uhr und gibt der Klassenlehrerin mehr Spielraum um das Lernen den Bedürfnissen der Kinder anzupassen und nicht nach herkömmlichen 45-Minuten-Einheiten oder dem Schulgong auszurichten. In diese Zeiteinheit ist auch die gemeinsame Frühstückszeit der Kinder integriert.

Nach der ersten Pause können die Lerneinheiten im zweiten Unterrichtsblock von 10.00 Uhr bis 11.35 Uhr je nach Stundenplan auch als Doppelstunde gestaltet werden.

Es ist unser Bemühen, in die 5.Stunden die Arbeitsgemeinschaften, die Förderbänder und Nebenfächer zu legen, um zu einem entspannteren Mittagsschluss der Kinder beizutragen und ihre Leistungskurven zu berücksichtigen.


 

Fächerübergreifend lernen

Mehr Unterricht beim Klassenlehrer, bei der Klassenlehrerin und bewusst längere Zeitphasen ermöglichen einen Unterricht, der sich nicht nur stärker an den Bedürfnissen des Kindes orientiert, er ermöglicht auch der Klassenlehrerin/ dem Klassenlehrer ihren Unterricht mit den Kindern viel eher fächerübergreifend zu gestalten. Das Klingelzeichen zwischen vielen Stunden haben wir auch deshalb abgeschafft. Der Wechsel der Arbeitsformen soll vorwiegend vom Kind und von der Sache aber nicht von der Uhr abhängen.

Fächerübergreifendes Lernen zeigt sich auch durch Projekte, die Klassen gemeinsam miteinander vereinbaren. Nicht selten arbeiten dann Parallelklassen zusammen, indem zum Beispiel der Musikunterricht durch gemeinsame Singstunden, Vorbereitung und Durchführung von Veranstaltungen bereichert wird. Es werden aber auch die Chancen jahrgangs-übergreifenden Lernens genutzt, wenn in bestimmten Phasen zugunsten eines Themas Klassen aufgelöst werden und jüngere wie ältere Kinder gemeinsam voneinander und miteinander lernen. (Konzept zur Förderung der Lesekompetenz)


 

Individualisiertes Lernen

Bei der Gestaltung des Unterrichts nehmen wir grundsätzlich in den Blick, ob besondere Kinder besondere Aufmerksamkeit oder andere Angebote benötigen. Dazu wird zu Beginn der Schulzeit die Lernausgangslage jedes einzelnen Kindes eruiert. Die Auswertung ermöglicht es uns, die Kinder individueller kennen zu lernen, ihre Stärken und Schwächen zu sehen und sie entsprechend zu fördern. Dieses Ziel begleitet uns und die Kinder die gesamte Schulzeit – wir möchten individuell unterstützen und herausfordern (Förderkonzept, RIK-Konzept Hausaufgaben, Feststellung der Lernausgangslage, Dokumentation der Lernentwicklung)

So können wir hier mit möglichst vielen Kindern unter einem Dach lernen und arbeiten.


 

V. Begabungen

 

Wir bemühen uns in unserer Löwenzahnschule die Kinder zu starken, durchsetzungsfähigen individuellen Persönlichkeiten zu bilden, die eine gewisse „Heilwirkung“ in unserer Gesellschaft ausüben und nicht als Unkraut zertreten werden.

Jeder Mensch ist begabt. Der eine kann gut zeichnen oder singen, die andere schreibt Gedichte, kann gut Schi fahren oder Schlittschuh laufen. Jemand anderer wiederum kann ein Redner-Talent oder ein ausgesprochenes Fremdsprachentalent sein oder ein „technisches Genie“ oder ein begnadeter Hobby-Bastler oder ein „geborener Erzieher“, ein ausgezeichneter Gesprächspartner etc. Eine Begabung besonderer Art liegt vor, wenn jemand eine gute Schülerin oder ein guter Schüler ist; meistens ist es ein ganzes „Bündel“ von Begabungen. Voraussetzung hierfür ist zum Beispiel eine gute Allgemein-Intelligenz, eine gute soziale Intelligenz (als „Fingerspitzengefühl“ zu umschreiben, ob bzw. was man in einer bestimmten Situation sagt bzw. nicht sagt sowie als „Fingerspitzengefühl für die nicht-verbale Kommunikation“ in der Schulklasse zu bezeichnen) sowie Beharrlichkeit und Fleiß. Dies sind gute Vorbedingungen für gute Schulleistungen. – So vielfältig und verschiedenartig sind die Begabungen, dass sie sich gar nicht alle in der Kürze aufzählen lassen! 

 

Für den Erfolg im Leben kommt es nicht so sehr darauf an, dass man auf einem der Gebiete tatsächlich ein „Spitzentalent“, ein „Hochbegabter“ ist. Für jeden Menschen ist es wichtig, dass er erkennt, wo sein Begabungsschwerpunkt liegt und dass er diese Begabung trainiert. Auf jenen Gebieten, auf denen es einen Wettbewerb zwischen ambitionierten Personen gibt (z.B. in den verschiedenen Disziplinen des Sports, der Musik etc.) ist es uns unmittelbar bewusst, dass ein stetes und intensives Training unabdingbare Voraussetzungen für den Erfolg sind. Ein unablässiges Training ist aber bei allen Begabungsarten wichtig! Wir stehen Tag für Tag vor der Entscheidung, diese oder jene unserer Begabungen zu trainieren und sie auf diese Weise optimal zu entwickeln. Oder: eine bestimmte Begabung, mit der wir ausgestattet sind, nicht zu trainieren. In diesem Fall wird sie verkümmern.

Der Psychologe Heinrich Roth hat das Wort "begaben" (das nachweislich bis ins 18. Jh. gebräuchlich war) wieder in unseren Sprachgebrauch eingeführt:

 

"Begaben" bedeutet, mit Menschen so umzugehen, dass sie ihre besten Fähigkeiten selbst entdecken lernen.

 

Diese grundsätzlichen Einstellungen haben maßgeblich die Entwicklung unseres Schulprogrammes beeinflusst und wurden in allen Konzepten berücksichtigt.

 

VI. Integration

Seht in dem einen und dem anderen kein Unglück, keine Panne, die man um der Einheitlichkeit willen beseitigen oder möglichst einschränken muss; seht darin ein Prinzip des Lebendigen, eine Gabe, eine Chance, eine Möglichkeit, die zu einer Aufgabe und einer Herausforderung wird.

RIK - Regionales Integrationskonzept

Die Löwenzahnschule nimmt am Regionalen Integrationskonzept teil (RIK). Das Konzept sieht vor, dass Schülerinnen und Schüler, die einen erhöhten sonderpädagogischen Förderbedarf haben, nicht mehr in einer Förderschule beschult werden, sondern von Förderschul- und Grundschullehrkräften gemeinsam an der Grundschule gefördert und unterrichtet werden. So ist es den Schülerinnen und Schülern möglich, weiterein in die wohnortnahe Schule zu gehen, die auch von den Nachbarkindern und Freunden besucht wird. Eine Stigmatisierung als „Förderschüler" wird vermieden. Die Kinder mit erhöhtem sonderpädagogischen Förderbedarf profitieren von der oft sehr persönlichen und intensiven Förderung durch die Förderschullehrerin und der anregenden Lernatmosphäre in den Grundschulklassen. Die Grundschüler sammeln Erfahrungen in sozialen Lernbereichen und profitieren oft von zusätzlichen Förderangeboten durch die Förderschullehrkräfte.

Die Förderschullehrkräfte sind neben der Versorgung der Schüler mit erhöhtem sonderpädagogischen Förderbedarf auch für die Beratung der Grundschullehrkräfte und Erziehungsberechtigten zuständig. Zudem fördern sie präventiv Schülerinnen und Schüler, die in Teilbereichen Schwächen zeigen. Dadurch können Lernschwächen oftmals aufgearbeitet werden, und durch diagnostische Analysen kann die Grundschullehrkraft in ihrer Arbeit unterstützt werden. (RIK-Konzept)

 

VII. Fördern und Fordern

Löwenzahn wird bei Heilmethoden empfohlen, die auf dem ganzheitlichen Denkansatz basieren. Nicht die Symptom- sondern die Ursachenbekämpfung steht im Vordergrund.

Für die Grundschule steht die möglichst optimale Förderung aller Kinder im Mittelpunkt der Pädagogik. In der Grundschule wird akzeptiert, dass die subjektiven Lernbedürfnisse von Kindern einen je eigenen Zugang zu zukünftigen Lebensmöglichkeiten und zukünftiger Freiheit beinhalten. Ausgangspunkt des schulisch organisierten Lernens sind deshalb die Stärken und Schwächen jedes Kindes. Stärken und Schwächen von Kindern sind nicht nur der Ausgangspunkt jedes Lernprozesses, sondern die Grundschule kann wie keine andere Schulform Kinder mit Stärken und Schwächen fördern und fordern.

Kinder brauchen die Hilfe und Wahrnehmung, das Interesse und die Anregung ihrer Umgebung; sonst können sie nicht das werden, was sie sein könnten (und kaum etwas wäre für die persönliche Entwicklung schädlicher als die Verhinderung der Entfaltung der Selbstwahrnehmung und des Selbstwertgefühls).

Um allen Kindern und damit den unterschiedlichen Lerntypen, Fähigkeiten und Ansprüchen gerecht zu werden, ist eine große Bandbreite von Förder- und Forderangeboten notwendig.

An der Löwenzahnschule wurden durch die Einrichtung von Förderbändern im 2. bis 4. Schuljahr Bedingungen geschaffen, die es Kindern ermöglichen, sich wesentliche Elemente des Grundschullehrplans zu einem individuellen Zeitpunkt ihrer Lernbiographie zu erarbeiten. Geht die Grundschule davon aus, dass Lernen an vielen Stellen des Lernprozesses die Unterstützung eines Lehrers braucht, reicht es nicht, Material zusammenzustellen, mit dem Kinder allein arbeiten können. Insbesondere Kinder mit erhöhtem Förderbedarf sind auf die Unterstützung, Begleitung und die Rückmeldung einer Lehrperson angewiesen.

Viele Methoden, die im Regelunterricht erarbeitet wurden, haben diese Kinder (noch) nicht erlernt und sind häufig weniger als der Rest der Lerngruppe in der Lage, sich allein etwas zu erarbeiten.

Unser Förderkonzept stellt sicher, dass unabhängig vom Lernen der Klasse einzelnen Kindern individuelle Förderung im Dialog mit einer Lehrperson ermöglicht wird.

In den Kernfächern Deutsch und Mathematik gibt es einzelne Module, die ein Schüler zum erfolgreichen Weiterlernen braucht. Hat ein Kind den Zehnerübergang weder in Klasse 1 und noch 2 verstanden, kommt es in Klasse 3 und 4 zu massiven Problemen im Fach Mathematik. Es hat dann meist wenig Erfolg, einem Schüler Material anzubieten, das ihm diese Grunderfahrung ermöglicht. Oft lösen sich Lernwiderstände auf, wenn dieser Schüler mit anderen Kindern den bestimmten Bereich in einer Lerngruppe noch einmal handelnd bearbeitet, eventuell auch mit einer anderen Lehrperson.

Unser Förderkonzept stellt sicher, dass Inhalte aus weit zurückliegenden Unterrichtsabschnitten bearbeitet werden können.

Förderung in der Grundschule darf sich jedoch nicht auf die Aufarbeitung von Defiziten beschränken. Besonders im Blick behalten werden müssen auch die begabten Schüler. Die Förderung für diese Schüler sollte sich nicht nur in passenden Zusatzangeboten erschöpfen, auch nicht darin, die Zeit als Helfer für Schwächere zu verbringen. Vielmehr ist es für diese Schüler eine wichtige Erfahrung, dass sie zusammen mit anderen Kindern aus anderen Lerngruppen, die ähnliche Stärken wie sie zeigen, arbeiten können. Es sollte ein lebendiger Austausch entstehen, der Motivationsprobleme verringert. Ziel in den Förderstunden für diese Kinder sollte sein, Stoff nicht vorwegzunehmen, sondern ihre besonderen Fähigkeiten auszubauen, sie zu fordern und so zu ihrer Weiterentwicklung beizutragen. (Konzept zum Förder-und Forderband)

Kinder mit Lernbehinderungen haben ebenfalls ihren selbstverständlichen Platz in den Förderbändern. Ihr besonderer Förderbedarf wird anerkannt und akzeptiert. Besondere Fördermaßnahmen werden durch die Förderschul-Lehrerin geleistet, ohne dass es zu neuen Formen der Ausgrenzung kommt.

 

VIII. Kreativphasen

Die Schüler brauchen sinnvolle Beschäftigungsmöglichkeiten während der Pausen des Schulvormittages. Angebote zur aktiven Pausengestaltung fördern das ganzheitliche Lernen, indem das vor allem kognitive Lernen im Unterricht durch die Bewegung oder Entspannung in der Pause ergänzt und unterstützt wird. Aktive Pausengestaltung ist aber auch ein wichtiger Beitrag zur Förderung der Gesundheitserziehung und vor allem der Gewaltprävention.

Das Projekt „Aktive Pause“ kann ein freudvolles Lernen über einen langen Schulvormittag unterstützen und die soziale Verbundenheit der Schülerinnen und Schüler untereinander und die Identifikation mit ihrer Schule positiv beeinflussen. Es integriert Bewegungs-, Entspannungs- und Spielangebote auf dem Schulgelände und in fast allen Lernräumen der Schule.

Die aktive Pause als Gesamtkonzept mit Bewegungspause und Kreativphasen hilft:

 

VIX. Arbeitsgemeinschaften

Arbeitsgemeinschaften haben aus unserer Erfahrung eine große Bedeutung für die kindliche Entwicklung und deren Selbstwertgefühl. Viele schwächere Kinder erfahren in Arbeitsgemeinschaften Erfolgserlebnisse und ihr Selbstvertrauen wird gestärkt. Leistungsstärkere Kinder werden entsprechend ihren besonderen Fähigkeiten gefordert.

Wir bemühen uns jedes Jahr, ein ausgewogenes Mischungsverhältnis von bewegungsintensiven, musikalischen, künstlerischen und handlungsintensiven Lernangeboten anzubieten.

Beliebt sind seit Jahren die Koch-AG, die Tanz-AG, die Experimente-AG und immer alle Formen der Sportarbeitsgemeinschaften. Jedes Jahr bieten wir aber auch neue AGs an, z.B. den Schulchor.

Das tatsächliche Angebot der Arbeitsgemeinschaften im 3. und 4. Schuljahr richtet sich ausschließlich nach den Wahlergebnissen der Kinder.

 


X. Bewegungsaktive Schule

Einen Schwerpunkt bei den Arbeitsgemeinschaften nehmen sportliche Angebote ein, d.h. Angebote , die mit intensiver Bewegung einhergehen.

Angebote zur Psychomotorik richten sich vor allem an jüngere Kinder, weil hier frühzeitige Förderung besonders wichtig ist und Grundlage für die weitere Lernentwicklung des Kindes ist.

In nahezu allen Sportarten belegt unsere Schule seit Jahren vordere Plätze bei Vergleichswettkämpfen mit anderen Schulen. Besonders erfolgreich waren wir bei den Auswertungen zu den Sportabzeichen.

Zu einer bewegungsaktiven Schule gehören das jährliche Spiel- und Sportfest (verbunden mit den Bundesjugendspielen) sowie das Völkerball- und Kegelturnier.

Wir wollen vor allem eine bewegungsaktive Schule für alle Kinder sein. Aus diesem Grunde haben wir in den vergangenen Jahren mit tatkräftiger Unterstützung vieler Eltern erhebliche Anstrengungen unternommen, das Spielangebot auf dem Schulhof zu erweitern.

Zudem besitzt jede Klasse eine Spieletonne mit Spielmaterialien für die Pause.

In den Kreativphasen sind viele Angebote auch immer mit Bewegung verbunden. Vor allem kann die Turnhalle und die Gymnastikhalle täglich von allen Kindern benutzt werden, so ist ausreichende Bewegung auch bei schlechtem Wetter immer garantiert. In Kooperation mit dem Landeskrankenhaus Moringen können wir Schwimmunterricht in einem Halbjahr der Klasse 2 anbieten und somit den Kindern den Erwerb eines Schwimmabzeichens ermöglichen. Wichtiger in diesem Zusammenhang ist aber die Wassergewöhnung aller Kinder.


 

XI. Prävention

Da unsere Schüler zur Fähigkeit gelangen sollen, auch „durch Asphalt hervorzubrechen“ ist es in unserem Schulprogramm unerlässlich, dafür Sorge zu tragen, ihre Chancengleichheit zu erhöhen und Defizite ihrer sozialen Umgebung auszugleichen.

Sämtliche präventiven Maßnahmen der Löwenzahnschule dienen der Vorbeugung vor einer Beeinträchtigung der Lern- und Entwicklungschancen der Kinder. Damit ist das Kind als ganze Person angesprochen, seine physische wie auch seine psycho-soziale Gesundheit.

Prävention, verstanden als aktive Gesundheitserziehung im weitesten Sinne, beugt Krankheit, Sucht, Gewalt, Kriminalität, sexuellem Missbrauch und Indoktrination vor.

Für Schülerinnen und Schüler stehen die Stärkung ihres Selbstwertgefühls sowie ihrer sozialen Kompetenz, die Förderung ihrer Körperwahrnehmung und einer positiven Einstellung zur Gesundheit und nicht zuletzt die Schulung eines kritischen Umgangs mit Genussmitteln und Alltagsdrogen im Mittelpunkt der Betrachtung. Es gilt, den Schülerinnen und Schülern geeignete Wege zur der Verarbeitung ihrer Wünsche, Ängste und Konflikte aufzuzeigen.

Präventiv wirkt jede Erziehung, die darauf ausgerichtet ist, lebensbejahende, selbstbewusste, selbstständige und belastbare junge Menschen heran zu bilden und ihnen über positive Grundeinstellungen den Weg in die Zukunft zu bahnen.(siehe Leitbild)


Die Stabilisierung der Gesamtpersönlichkeit der Schülerinnen und Schüler ist folglich das Ziel dieser ganzheitlichen Prävention.

Im letzten Jahr vor der Einschulung werden Kinder mit Problemen in der deutschen Sprache von einer dafür ausgebildeten Kollegin der Schule in einem Gruppenraum der Schule im Rahmen der vorschulischen Sprachförderung unterrichtet.

Heutzutage ist auch der Zugang zu Medien und deren selbstverständliche Nutzung so früh wie möglich für alle zu ermöglichen, ein unumgänglicher Beitrag zu diesem Aspekt.

Das Thema Gewaltprävention findet im Alltag und darüber hinaus in Projekten regelmäßig Beachtung. In diesem Bereich werden viele Prozesse von den KlassenlehrerInnen in Zusammenarbeit mit den Förderschullehrerin initiiert.

 

Da, wo Kinder auftauchen, bekommt alles ein frisches und natürliches Gesicht, voller Farbe und Leben.
 

 

XII. Schulleben

Zahlreiche Aktivitäten im Laufe des Schuljahres bereichern den Unterrichtsalltag oder geben ihm eine konkrete Handlungsorientierung. 

Innerhalb einer Klasse sind die Klassenfeste mit und ohne Eltern zu nennen.

Zu Beginn eines Schuljahres findet jedes Jahr in der 1.Gesamtkonferenz die Abgleichung von geplanten besonderen Aktivitäten im Klassenverband, gemeinsam im Jahrgang oder schulumfassend statt. Wir bemühen uns in unserem Schulprogramm viele Feste und Jahreszeiten und sonstige Ereignisse zu ritualisieren und die pädagogische Dimension dieser Schulaktivitäten zu verdeutlichen. Eine besondere Bedeutung bei der Förderung des Gemeinschaftsgefühls für die Klasse und die gesamte Schule nehmen die verschiedenen Feste und Feiern in unserer Aula ein.

Sie stärken das Wir-Gefühl zwischen großen und kleinen Kindern, Mädchen und Jungen, Kindern aus deutschen Familien und aus Migrantenfamilien, leistungsstärkeren und leistungsschwächeren Kindern.

Verstärkt wird dieses Gemeinschaftsgefühl noch durch unsere Schulhymne:

Lernen mit Löwenzahn

keiner wirft uns aus der Bahn

Lernen mit Grün und Gelb

Löwenzahn, du bist unser Held!“

die wir nach fast allen Schulveranstaltungen singen.

 

Folgende Schulveranstaltungen werden schon seit vielen Jahren an unserer Schule durchgeführt und sind im Schulprogramm (im Jahreslauf)aufgenommen:


 


 

Zur Tradition ist inzwischen auch der Theaterbesuch alle 2 Jahre vor Weihnachten geworden. Im November, Dezember oder Januar fahren die 1. und 2. Jahrgänge nach Northeim ins „Theater der Nacht“. Die 3.und 4. Klassen fahren nach Kassel ins Opernhaus, um dort das "Weihnachtsstück" zu erleben.

Ein bis zwei adventliche Projekttage finden seit mehreren Jahren in der Woche vor dem 1. Advent statt. Zu Beginn treffen sich alle in der Aula zu einem gemeinsamen Beginn und danach wird in allen Klassen gebastelt, gebacken, vorgelesen usw. und Klassenraum und Schule dekoriert.

Im Februar und im Frühsommer werden gemeinsame Sportveranstaltungen (Turnfest und Bundesjugendspiele) durchgeführt. Ein Schwimmtag soll ebenfalls fest im Jahreslauf integriert werden. An weiteren Sportveranstaltungen und Wettkämpfen wird gemäß dem Sportförderkonzept teilgenommen.

Jedes Jahr findet eine Radfahrprüfung für die 4-Klässler auf den Straßen rund um die Schule statt. Die Polizei beteiligt sich an dieser Veranstaltung.

Seit 1986 veranstalten wir alle zwei Jahre eine Projektwoche. Dabei sind die Klassenverbände aufgelöst, und die Kinder arbeiten in kleinen Gruppen klassenübergreifend drei bis fünf Tage an einem Thema, das sie sich selbst ausgewählt haben. Die Themenangebote ordnen sich häufig einem Motto unter, sind aber in manchen Jahren auch ohne übergeordnete Thematik. Die Projektgruppen werden geleitet von Lehrern, Lehrerinnen, Eltern und anderen Kooperationspartnern. Je mehr Eltern sich beteiligen, desto größer wird die Themenvielfalt und desto kleinere Gruppen sind möglich. Höhepunkt der Projektwoche ist jeweils der letzte Tag, an dem die Ergebnisse aller Gruppen vorgestellt werden. Zu dieser Präsentation laden wir Eltern, zukünftige Schulanfänger und andere Interessierte aus dem Schulumfeld ein.

Im Wechsel mit der Projektwoche findet alle zwei Jahre ein großes Schulfest statt , welches von Eltern unter Federführung des Elternrates und des Fördervereines gemeinsam vorbereitet wird

Im Laufe eines Schuljahres soll ein großer musikalischer Auftritt schulexterner Anbieter organisiert werden. Im Schuljahr 2009/2010 wurde die Dresdner Oper mit der Oper „ Die Zauberflöte“ engagiert.

Im Laufe eines Schuljahres soll eine möglichst kostengünstige Autorenlesung organisiert werden.

Alle zwei Jahre kommt die Theaterpädagogische Werkstatt Osnabrück in die Schule. In dieser Zeit nehmen alle dritten und vierten Klassen an den drei Aufführungen teil. Somit ist gewährleistet, dass jede Schülerin, jeder Schüler einmal in der Grundschulzeit das gesamte Programm erlebt. (siehe Präventionskonzept)

Die Angebote von der Stadtjugendpflege und anderen Kooperationspartnern werden im Schulvorstand je nach pädagogischer Schwerpunktsetzung und Kostenlage besprochen.

Alle Klassen unternehmen eine mehrtägige Klassenfahrt während ihrer Grundschulzeit. Ist es dem Klassenlehrer nicht möglich, die Fahrt zu begleiten, wird aus dem Kollegium heraus nach einer anderen Leitung gesucht.

Kinder erleben während einer solchen Reise intensiv ihre Mitschüler/innen und Lehrer/innen als Gruppe. Soziale Lernziele wie die Bereitschaft sich für andere einzusetzen, Rücksicht zu nehmen, Verantwortung zu übernehmen, selber vertrauensvoll Hilfe zu erbitten und vieles mehr werden in einer einzigen Woche Klassenfahrt verfolgt. Besonders deutlich ist bei den Schülerinnen und Schülern auch ein höheres Maß an Selbstständigkeit im Anschluss an eine solche Reise zu

beobachten. Deswegen sollten die Klassenfahrten entweder am Ende des 3ten oder zu Beginn des 4ten Schuljahres erfolgen.(Präventionskonzept)

Es ist auch schon seit Generationen Tradition an unserer Schule, dass alle 2ten Klassen gemeinsam im Frühsommer den Zoo in Hannover besuchen.

Die 4.Klassen unternehmen auch noch vor ihrem Abschied eine gemeinsame Tagesfahrt. Das Ziel variierte in den letzten Jahren und wird in Absprache untereinander und mit der Elternschaft jedes Jahr neu festgelegt.

Die 1. und 3. Klassen unternehmen entweder Wandertage oder Tagesfahrten zu außerschulischen Lernorten. Diese Unternehmungen können klassenintern durchgeführt werden.

 

XIII. Kooperationspartner

Der überwiegende Teil unserer Einschulungskinder besucht die beiden Kindertagesstätten in der Nähe der Schule ( Evangelischer KiGa und Städtischer KiGa) oder die Kindertagesstätte in Fredelsloh. Ein Kooperationskonzept wurde erarbeitet und zum großen Teil bereits umgesetzt.

Da wir in enger räumlicher Verbundenheit mit der angrenzenden Kooperativen Gesamtschule Moringen stehen und 90% unserer Kinder nach ihrer Grundschullaufbahn KGS-Schüler werden , arbeiten und leben wir eng mit der KGS zusammen.

Zahlreiche gemeinsame Schulaktionen (Rosenmontag-Zirkus, Adventstag, Patenlesen, Experimentetag, u.v.m.) aber auch permanente Besuche unserer ehemaligen Schüler in Freistunden bringen vielfältige Kontakte und einen gemeinsamen Austausch. Auch unliebsame Zusammenstöße mit KGS-Schülern, die sich nicht an die Schulregeln beider Schulen halten, sind häufig Anlässe zur Kontaktaufnahme.

Aus dem Gesichtspunkt heraus, dass wir uns auch unseren ehemaligen Schülern und Schülerinnen zeitlebens verbunden fühlen, möchten wir weiterhin die enge Verbundenheit mit der KGS leben. Unsere Zusammenarbeit sollte in den nächsten Jahren noch intensiviert werden.(Sicherheitskonzept, Präventionskonzept, Kooperationskonzept)

 

XIV. Schulklima

Denn gute Laune ist ein Schatz, den anzugreifen das Kapital vermehrt. Man kann ihn überall ausstreuen, auf der Straße, im Bus und am Zeitungskiosk: Nichts davon geht verloren. Überall schlägt er Wurzeln und treibt er Blüten.

Unsere Schule soll zu einem Ort werden, in dem nicht nur Fachliches gelernt wird, sondern der auch ein sozialer Raum wird, ein Haus für Kinder. Schule ist für uns mehr als Wissen zu vermitteln. Es kommt nicht nur der Kopf zur Schule, sondern ein Kind mit seiner ganzen Persönlichkeit. Gerade zu Beginn steht das Entwickeln und Einüben von Regeln des Zusammenlebens und Zusammenlernens im Mittelpunkt.

Unsere Schulkinder sollen erfahren, dass sie willkommen sind und wir uns gerne um sie kümmern. Sie sollen lernen, dass in einer Gemeinschaft aufeinander Rücksicht genommen werden muss, dass man sich gegenseitig helfen und unterstützen soll.

Wir sagen ihnen aber auch deutlich, was nicht erlaubt ist. (schwächere Kinder zu hänseln, sich über andere lustig machen, sich zu prügeln, anderen Kindern Angst machen) Ziel: Erlangung von Sozialkompetenz im Sinne von Mitgestaltung eines offenen, respektvollen Umgangs miteinander beim gemeinsamen Lernen und Leben in der Schule. (Methodenkonzept)

Vor einigen Jahren haben wir uns mit Kindern, Lehrerinnen und Eltern auf gemeinsame Erziehungsvereinbarungen geeinigt. (Schulordnung, Elternverein-

barung, Schulvertrag)

Wichtiger noch als alle Vereinbarungen und Unterschriften ist die Art und Weise, wie Lehrerinnen und Lehrer und Eltern an einer Schule miteinander umgehen.

Gibt es ein Gegeneinander oder ein Miteinander, einen Austausch von Erfahrungen oder Konkurrenz, Einheit oder Vielfalt?

Die Art und Weise, wie man miteinander umgeht, hat Einfluss auf die Kinder.

Die Kinder müssen erfahren, dass wir gemeinsam an einem Strang ziehen, zum Wohle des Kindes.

Bei allen unterschiedlichen Erziehungsstilen und bevorzugten Unterrichtsformen steht in unserem Kollegium deshalb das Gespräch, das Voneinanderlernen, das Füreinander und Miteinander im Vordergrund.

Solidarität und Subsidiarität sind wesentliche Maßstäbe unseres Umgangs untereinander.

 

XV. Umweltbezug-Naturwissenschaftliche Schwerpunktsetzung

Dem Gedanken des Umweltschutzes fühlen wir uns verpflichtet. Die Kinder sollen lernen, mit den natürlichen Lebensgrundlagen verantwortlich umzugehen, indem sie zu bewusstem Umgang mit Energie und Wasser angehalten werden, Müllvermeidung und Müllsortierung lernen, möglichst Umweltschutzpapier benutzen und Schulmilch in Flaschen beziehen. ( Innenhofkonzept)

In der Weiterentwicklung des Schulprogrammes werden wir diesen Grundsatz weiter ausbauen und dazu entsprechende Projekte entwerfen sowie ein Konzept erstellen.

Der Umweltschutz wird an unserer Schule mit Naturerfahrungen und einer Stärkung der naturwissenschaftlichen Inhalte im Sachunterricht einhergehen.

Ein erster Schritt ist die im Schuljahr 2009/2010 zu eröffnende neu eingerichtete Forscher-Werkstatt. (Fortbildungskonzept)

 


XVI. Interkultureller Ansatz

Löwenzahn ist eine Pflanze, die auf der ganzen Welt verbreitet ist, auch dieser interkulturelle Ansatz gehört zu unserem Schulprogramm. Durch den E-mail-Austausch, durch das Arbeiten an gemeinsamen Projekten mit Partnerschulen aus aller Welt entdecken die SchülerInnen Gemeinsamkeiten und Unterschiede und erweitern so ihr Blickfeld in interkultureller Perspektive

Da unser Ausländeranteil relativ gering ist, benötigen wir hierbei Anregungen aus dem Internet und durch andere Schulen. Dabei sind Kontaktaufnahmen auch in englischer Sprache bedingt durch erfahrene Englisch-Pädagogen und Frühenglisch-Unterricht möglich.

Partnerschaften mit Schulen in europäischen Nachbarländern

Im Schulvorstand unserer Schule wurde beschlossen, im Schuljahr 2011/12 am sogenannten Comenius-Projekt teilzunehmen. Eine erste Informationsveranstaltung dazu wurde besucht. Durch das Comenius-Projekt ergeben sich viele Lerngelegenheiten für Kindern, wenn sie vor allem in englischer Sprache Kontakt mit Kindern aus den Partnerschulen aufnehmen. Ziel ist es auch, die gesamte Schulgemeinde von Schülern über Lehrern und weiterem pädagogischem Personal bis hin zu den Eltern am Projekt teilhaben zu lassen, um bei möglichst vielen Menschen das Bewusstsein eines zusammenwachsenden Europas zu stärken.

Selbstsichere Kinder, Kinder, die gemeinsame Erfahrungen beim Lernen, Spielen, Singen und Feiern machen, können Fremdes nicht als Bedrohung sondern als Be-reicherung empfinden. So wollen wir gerade in unserer Schulumgebung die Grundlage für Verständnis und Toleranz schaffen.
 

 

XVII. Beratung

Die wichtigsten Partner für die Bildung der Kinder sind die Eltern. Wir informieren Eltern regelmäßig und nach Bedarf über aktuelle Entwicklungen in der Schule allgemein und über die Entwicklung der Kinder. Wir stehen für Gespräche und Beratung hinsichtlich der Gesamtentwicklung eines Kindes zur Verfügung. (Beratungskonzept)

Zusätzlich arbeiten wir mit unterschiedlichsten Institutionen und Personen zusammen, um möglichst gute Voraussetzungen für die Entwicklung und Bildung der Kinder zu erhalten. Dies sind Kindergärten, Kirche, Sportverein, andere Schulen, die Stadt Moringen, der Landkreis Northeim, die Polizei, Jugendämter aber auch außerschulische Lernorte, Experten, Psychologen oder Therapeuten und, und, und… (Beratungskonzept, Notfallinterventionskonzept, Kooperationskonzept)

 

XVIII. Sicherung der Unterrichtsqualität

Die in den Leitsätzen des Schulprogramms angestrebten Ziele lassen sich nur durch einen qualitätsvollen Unterricht erreichen, der unsere Schüler sowohl menschlich wie fachlich fordert und fördert. Daraus ergibt sich die Verpflichtung für alle an der Löwenzahnschule tätigen Lehrerinnen und Lehrer zu kontinuierlicher Fort- und Weiterbildung in den pädagogischen, fachlichen wie auch didaktischen Fragen. Gleichfalls ist es notwendig, die jeweilige Lebenswirklichkeit der Schüler wahrzunehmen und Unterrichtsinhalte und -methoden entsprechend auszuwählen.
Wir beraten als Lehrerkollegium regelmäßig wo wir voneinander lernen können und wie wir uns gemeinsam fortbilden wollen. Hierzu laden wir uns fachkundige Referentinnen ein oder nutzen unsere eigenen Stärken.. Zusätzlicher regelmäßiger Austausch findet in den Teams der Parallelklassenlehrer statt.

 

XIX. Darstellung in der Öffentlichkeit

Generell haben die Eltern die Möglichkeit, nach Voranmeldung an Unterrichtsstunden teilzunehmen. Darüber hinaus präsentieren wir uns der Öffentlichkeit bei Festen und Feiern in der Schule und bei Veranstaltungen im Ort.

Seit August 2008 verfügt unsere Schule über eine eigene Homepage im Internet (www.loewenzahnschule-moringen.de), auf der die Öffentlichkeit über Aktuelles aus dem Schulleben und über Arbeiten aus einzelnen Klassen informiert wird. Es finden sich hier auch bald Seiten, die von den Schülerinnen und Schülern selbst gestaltet sind und  auf denen sie über ihre Arbeit berichten, z.B. bei Projektwochen.

Aus Datenschutzgründen veröffentlichen wir nur Bilder von Kindern, deren Eltern eine Einverständniserklärung unterschrieben haben.

 

 

XX. Evaluation

Unter Evaluation versteht sich eine regelmäßige, kritische Prüfung der eigenen Arbeit. Diese kann von Außenstehenden (Schulinspektion, SEIS, andere Beauftragte) oder von uns selbst organisiert und durchgeführt werden. Evaluation kann in seiner Gesamtheit Schule durchgeführt werden – das heißt es wird in alle Richtungen und möglichst aus allen Richtungen auf die Qualität unserer Arbeit geschaut, oder aber es werden Teilbereiche gezielt in den Blick genommen.

In den letzten Jahren wurde jährlich unser Kreativphasen-Konzept, unser Schulleben, die Kooperation mit außerschulischen Partnern im Rahmen des Schullebens, aber auch die Unterrichtsorganisation, die Stundentafel und unser Förder-und Forderkonzept im Rahmen von Dienstbesprechungen und Gesamtkonferenzen evaluiert.

Im Schuljahr 2007/2008 erfolgte eine Evaluation zum Teilbereich „Arbeitszufriedenheit der Mitarbeiter“ Sie wurde ausgewertet. Daraus abgeleitete Maßnahmen flossen in unser Fortbildungskonzept ein.

Ebenfalls erfolgte eine Begehung des Schulgebäudes und Schulgeländes von der Arbeitssicherheitsbeauftragten der Landesschulbehörde.

Im Schuljahr 2008/2009 wurde vom Vorstand eine Teilnahme am SEIS-Projekt beschlossen. Diese Maßnahme wurde noch nicht durchgeführt, da der langfristige Ausfall der Schulsekretärin von der Schulleitung kompensiert werden musste.

Im Schuljahr 2009/10 wurden sämtliche bisher erstellten Konzepte und das Schulprogramm evaluiert und zahlreiche neue Konzepte erarbeitet.

Im Schuljahr 2009/10 findet eine externe Evaluation im Zuge der Schulinspektion statt. Die geplante SEIS- Evaluation wird auf das Schuljahr 2010/2011 verschoben.


 

Beteiligung der Gremien der Löwenzahnschule:


 

2. Gesamtkonferenz 2001/2002 28.11.2001

Namensgebung für die Grundschule

Löwenzahnschule

3. Gesamtkonferenz 2002/2003 29.04.03

Logo der Löwenzahnschule

1. Schulprogramm

.2 Gesamtkonferenz 2006/2007 13. 12. 2006

Schulprogramm

Leitgedanken von allen

1.Schulvorstandsitzung

2008/2009

08.10.2008 Dieses Schulprogramm von 2003 muss jetzt noch ergänzt, und an der inhaltlichen Umsetzung gearbeitet werden.
2. Sitzung des Schulvorstandes 2008/2009 18. 03. 2009 Die Leitsätze zum Schulprogramm werden vom Schulvorstand angenommen.
3.Schulvorstandssitzung 2009/10 am 13.01.10 Erläuterung und Verabschiedung des neuen Schulprogrammes

3. Gesamtkonferenz

2009/10

am 19.01.10 Erläuterung und Verabschiedung des neuen Schulprogrammes

3.Elternratssitzung

2009/10

am 10.02.10 Vorstellung des neuen Schulprogrammes

(erstellt von D. Komander)

 

Druckversion des Schulprogramms