Katholische Kirchengemeinde St. Ulrich Moringen:


Die Geschichte der katholischen Kirche endete in Moringen zunächst im Jahre 1542 mit der Einführung der Reformation. Bis zum Jahre 1490 diente die Martinikirche als katholische Pfarrkirche. Die Liebfrauenkirche befand sich zur Zeit der Reformation allerdings in einem üblen baulichen Zustand, der anläßlich einer Kirchenvisitation in einem Bericht als "beynahe einem Säustall gleich" beschrieben wurde.

Als letzter katholischer Pfarrherr amtierte Henrich Negenstedte.

Auf dem Deichwall (heute Hagenbergstraße, gegenüber Zahnarzt Bojack) befand sich eine Kapelle, die den Namen "Zum heiligen Kreuz und zum Heiligen Ulrich" führte. In einer Stadtkarte von 1865 wird dieses Grundstück noch als "Der Kreuzanger" bezeichnet. Diese "St. Ulrichkapelle" wird in alten Urkunden aus den Jahren 1291 -1302 bereits erwähnt.

Es sollte 417 Jahre dauern, bis in einer katholischen Kirche, der St. Ulrichkirche, wieder eine heilige Messe gefeiert werden konnte.

Am 20. Dezember 1959 wurde ein neues Gotteshaus in Moringen durch den damaligen Bischof von Hildesheim Heinrich Maria Janssen dem Heiligen Ulrich geweiht.

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Dieser Kirchbau wurde erforderlich, weil durch Vertreibung und Flucht aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten in den Jahren 1946/47 viele Katholiken in Moringen eine neue Heimat fanden. In Moringen und Umgebung (Berwartshausen, Blankenhagen, Fredelsloh, Lutterbeck, Nienhagen, Oldenrode und Schnedinghausen) waren derzeit ca. 50 kath. Christen zuhause. Innerhalb von zwei Jahren wuchs die Gemeinde auf über 1.000 Seelen. Die katholische Kirchengemeinde wurde seit dem 1. August 1946 von Pfarrer Gerhard Liehr, ehem. Pfarrer von Altwarthau, Krs. Bunzlau (Erzdiözese Breslau) betreut. Die Gottesdienste fanden in den ersten dreizehn Jahren in der "Anstaltskapelle des ehem. Provinzial-Werkhauses" (Landeskrankenhaus) sowie in der evangelischen Stadtkirche statt. Die Gemeinde und der Pfarrer waren damals froh, ihre Gottesdienste niemals in einem Gasthaus, einer Halle oder in irgendeinem Notraum feiern zu müssen, wie in vielen "Flüchtlingsgemeinden" jener Zeit. Seit 1950 plante man ein eigenes Gotteshaus, zunächst durch Restaurierung der altehrwürdigen Martinikirche. Doch dieses Projekt erwies sich als unrentabel. 1955 wurde ein Grundstück in der Breslauer Straße erworben, das schon 1957 gegen das bessergelegene Grundstück Tannenberg-/Königsberger Straße getauscht wurde. Im Jahr 1959 waren die Planungen abgeschlossen. In nur einem halben Jahr Bauzeit wurden Kirche, Gemeinderaum und Pfarrhaus erbaut. Die Abschlußrechnung der gesamten Baukosten betrug 214.900 DM. Die Orgel hatte zunächst 7 Register und 2 Manuale. 1963 wurde sie auf 15 Register erweitert. Die Gesamtkosten der Orgel betrug 26.600 DM. Am 14. November 1965 wurden drei Bronzeglocken auf die Namen Bonifatius, Anna und Barbara (Töne a -c - d`) geweiht und montiert, Kosten: 18.100 DM.

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Nachfolger von Pfarrer Liehr wurde zum 28. November 1976 Pfarrer Joseph Kretzer (geboren und geweiht in den Niederlanden). Pfarrer Kretzer blieb bis zu seinem Ruhestand zum 31. August 1994 in Moringen.

Pfarrverwalter ab 1. September 1994 wurde Pastor Alois Jeczek (geboren und geweiht in Polen), der bis zum 31. Juli 1997 neben Moringen auch die Nachbargemeinde Hardegsen betreute. In dieser Zeit wurde die Kirche in Eigenleistung der Pfarrgemeinde renoviert und ebenfalls in erstaunlicher Eigenleistung ein Pfarrheimneubau erstellt.

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Seit dem 15. August 1997 bildet die Gemeinde St. Ulrich in Moringen (681 Mitglieder) mit den Gemeinden Kalefeld, St. Jakobus der Ältere (887) und Northeim, Mariä Heimsuchung (3.871) eine Seelsorgeeinheit.

Anschrift: Katholische Pfarrgemeinde St. Ulrich, Tannenbergstr. 1, 37186 Moringen

Tel:05554-2274, Fax:05554-390555

Sprechzeiten: Mo. v. 14.00 - 18.00 Uhr u. Mi. v. 9.00 - 12.00 Uhr



» Die Geschichte der St.-Ulrich Gemeinde (Pfarrer G. Liehr)


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Letzte Änderung: 27.08.2001

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