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Das Heimatmuseum wurde vom » Heimatverein Moringen eingerichtet. Es wurde am 20.06.1981 eingeweiht und an die Stadt Moringen übergeben. Für die Erhaltung und Fortentwicklung sorgt weiterhin der Heimatverein.
Es liegt inmitten der alten Moringer Wasserburg, dem späteren Brauhaus. Einen besseren und passenderen Ort kann man sich für ein Museum nicht wünschen. Man errreicht es durch den Torbogen, den man auch passieren muß, wenn man die Stadtverwaltung aufsuchen will.

Im "Burgkeller", im Erdgeschoß und den drei weiteren Etagen werden auf etwa 950 m² über 850 Ausstellungsstücke, Leihgaben und einige wertvolle Exponate zur Ortsgeschichte, zum Vereinsleben, vom Handwerk sowie der Land- und Forstwirtschaft gezeigt.

Im Burgkeller, der Mitgliedern des Heimatvereines zu festlichen Anlässen zur Verfügung steht, weisen Wandmalereien auf die Geschichte der Stadt hin.


Das alte Handwerk wird sehr anschaulich zur Darstellung gebracht. So werden unter anderem eine Schmiede, eine Tischlerei, eine Backstube, der Arbeitsplatz eines Radmachers mit seinen Handwerkszeugen dargestellt. Auch eine Maschine zur Herstellung von Zigarren, die der alten Moringer Zigarrenfabrik entstammt, ist ausgestellt. Einige alte Zigarren in originaler Holzschachtel sind aber nur zum Anschauen gedacht.
Immer wieder trifft man in allen Etagen auf große und kleinere alte Uhren. Teilweise haben diese früher ihren Dienst zum Beispiel in der alten Moringer Schule oder einem Kirchturm getan, dann mußten sie irgendwann neueren Vertretern der Zeitanzeige weichen. Nach zum Teil jahrzehntelangem Stillstand ticken aber alle nach einer Generalüberholung wieder.
Teilweise in Glasvitrinen, aber kaum eine ist verschlossen, finden sich viele Exponate wie Handschriften, Bücher, Postkarten, Porzellan und vieles mehr. Es darf eigentlich alles angefaßt werden. Selbst alte Kinderwagen, längst völlig unmodern, haben hier eine neue Heimat gefunden. Ein funktionstüchtiger alter Webstuhl bringt Einblick in seine Funktionsweise und das Handwerk eines Webers.
Eine große Vielfalt an aus der Landwirtschaft stammenden Gerätschaften läßt ahnen, wie körperlich schwer doch früher diese Arbeit gewesen sein muß. Die Einfachheit alter Pflüge und Leiterwagen lassen einen Betrachter schon ins Grübeln geraten.
Modelle und auch alte Fotos und Karten zeigen das "alte" Moringen, ebenso wie alte längst überholte Hinweisschilder.
Neben alten Waagen aus verschiedenen Epochen und Anwendungsgebieten fehlen auch alte Radios und Schreib- und Rechenmaschinen nicht. Alles ist mit viel Liebe zum Detail dargestellt. Teilweise werden die Eindrücke durch Wandmalerei verstärkt. Doch schon sehr eindrucksvoll ist ein mannshohes Film-Vorführgerät, das einst im früheren Moringer Kino seine Dienste tat und per Hand angetrieben wurde.
Es kommt alles zur Darstellung, was früher im täglichen Leben von Bedeutung war, manches regt zum Schmunzeln und Lächeln an.
Ein besonderer Stolz der Museumsbetreiber ist die Luther-Bibel aus dem Jahre 1729, die von dem Moringer Karl Knoke zur Verfügung gestellt wurde.
Eine umfangreiche Ausstellung ausgestopfter Tiere zeigt die heimische Fauna in lebensnaher Umgebung. Die Darstellung der archäologischen Ausgrabungsarbeiten in den Jahren 1989 und 1990 vor Großenrode und ihrer Erkenntnisse, kommt ebenfalls nicht zu kurz.
Das Museum wird geöffnet nach Voranmeldung bei Gottfried Manz (Tel.: 05554/390827) oder Anke Brix (Tel.:05554-390916). Der Eintritt ist frei, allerdings ist eine kleine Spende zur weiteren Erhaltung und Ausbaues des Museums schon willkommen und gern gesehen. Über 25.000 Besucher aus dem In- und Ausland haben dieses Museum in den letzten Jahren schon besucht.
Auf Wunsch führt der Moringer Standesbeamte jetzt auch Trauungen im Burgkeller durch.
Letzte Änderung: 02.03.2007 |
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