Heimatverein Niedersachsen Moringen e.V.:

Der Verein wurde 1921 gegründet, zunächst unter dem Namen "Verein Jungniedersachsen Moringen". Die Gründungsmitglieder waren junge Männer, die Moringer Familien entstammten und sich bereits 1920 politisch zusammengefunden hatten. Sie hatten sich zunächst der Deutsch Hannoverschen Partei angeschlossen, beschlossen dann aber 1921 sich nicht mehr politisch zu betätigen. Im Jahre 1929 wurde der Vereinsname in Heimatverein Niedersachsen Moringen geändert, da die Gründungsmitglieder auch älter geworden waren und der Name "Jung" im Vereinsnamen nicht mehr richtig paßte. Die Mitglieder waren älter geworden und teilweise schon verheiratet. In den ersten 15 Jahren hatte der Verein 5 Vorsitzende, in den folgenden 60 Jahren nur zwei Vorsitzende. Besonders unvergessen ist der Vorsitzende Friedrich Dörnte, der 1937 den 1. Vorsitz übernahm und dem Verein dann bis 1972 vorstand. Danach übernahm Karl Barnkothe die Leitung und Geschicke des Vereines mit viel Engagement. Sein Nachfolger wurde ab 1. Febr. 2002 Horst Gensrich.

Friedrich Dörnte (1900-1973)

Bild aus der Zeit der Vereinsgründung:
Friedrich Dörnte (1900-1973)
Gründungsmitglied und langjähriger 1. Vorsitzender des Heimatvereines (1937-1972).


In der Zeit des Dritten Reiches hatte die Aktivität des Vereines nachgelassen, vorher wurden im Winter heimatbetonte Laienspiele aufgeführt, im Sommer Wanderungen und Fahrten organisiert. gemeinsam mit anderen Vereinen oder selbständig wurden Volks- und Heimatfeste veranstaltet. Nach 10-jähriger Zwangspause wurde der Verein von dem damaligen Vorsitzenden Friedrich Dörnte 1950 wieder ins Leben gerufen.

Nach dieser Wiedergründung wurde die Vereinsaktivität in den Dienst der Stadt Moringen gestellt, man hat es sich zur Aufgabe gemacht, Brauchtum der Heimat und den Heimatgedanken zu pflegen und im weitesten Sinne zu vertiefen.

So übernahm der Heimatverein seit1953 regelmäßig die Erstellung des Osterfeuers, um diesen alten Brauch wieder aufleben zu lassen. Im Jahre 1956 wurde der Bau der Schutzhütte am Duckstein beschlossen und diese in Zusammenarbeit mit der Stadt 1958 der Öffentlichkeit übergeben. In den 60iger Jahren hatte es sich der Heimatverein zur Aufgabe gemacht, die Forstorte im Stadtwald mit geschnitzten Eichenpfosten zu kennzeichnen. Etwa Ende der 60iger Jahre wurde begonnen den Platz am Speckenbrunnen, in Zusammenarbeit mit der Stadt, in mühevoller Arbeit in einen gern von der Bevölkerung und Vereinen besuchten Ort zu gestalten. Anfang der 80iger Jahre war die Brunnenanlage an der Specke soweit verfallen, daß sie in Zusammenarbeit mit dem Gesellenverein abgerissen und neu aufgebaut werden mußte. 1986 wurden dann auch die erforderlichen Toilettenanlagen vom Verein erstellt. Der Heimatverein feiert jetzt seit vielen Jahren am Speckenbrunnen die Sommersonnenwende.

Der vom Verein lange gehegte Wunsch nach einem Museum rückte im April 1977 näher. Die Stadt stellte im ehemaligen Brauhaus geeignete Räumlichkeiten zur Verfügung. Nach 4 1/2-jähriger Bauzeit konnte am 20.061981 das Heimatmuseum mit teils wertvollen und liebevoll restaurierten Ausstellungsstücken, geöffnet werden. Die Exponate wurden von Heimatfreunden aus Moringen und Umgebung über Jahre hinweg zusammengetragen und erinnern an die Vergangenheit. Großen Dank müssen wir hinsichtlich des Aufbaues und Ausgestaltung des Museums allen Mitgliedern und den schon verstorbenen Albert Melching und Alfred Metze sagen, die über viele Jahre die Führungen im Museum gemacht haben.

Zur 1000-Jahrfeier der Stadt, im Jahr 1983, hat der Verein aus Resten der alten Domäne einen Brunnen gefertigt, der auf dem ehemaligen Domänenhof aufgestellt ist und der Stadt als Geschenk übergeben wurde. Ein großer Vorteil bei der teils handwerklichen Vereinsarbeit ist es, daß unter den Mitgliedern fast alle Handwerksberufe zur Verfügung stehen.


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Letzte Änderung: 03.12.2010

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