Ortswappen Großenrode
Großenrode

Die Ortschaft liegt 5 km südöstlich von Moringen. Schon an dem Keiler im Ortswappen erkennt man die Bindung der Ortschaft zu den Hardenbergern. In der bemerkenswerten Kirche des Ortes befindet sich die Familiengruft der Grafen von Hardenberg.

Die Kirche von Großenrode

Die 1740 eingeweihte Kirche von Großenrode

  Geschichte:

Die Frühgeschichte im Bereich Großenrode reicht bis in die Steinzeit (Rössener Kultur, ca. 4800 - 4300 v.Chr.) und weiter zurück. Auf diesen Teil der Geschichte wird an anderer Stelle näher eingegangen.

Zur Zeit der Christianisierung bestanden noch große Waldgebiete in diesem Raum, so daß diese neue Siedlung durch Rodung entstand. Der Ort wird erstmals im Jahr 978 urkundlich als „Nywenrode“ (Nuwenrode) = „Neuenrode“ aufgeführt. Zu diesem Zeitpunkt wird der Ort noch als Teil des Dorfes Thüdinghausen dem Kloster Fulda übereignet. Zur Zeit Heinrich des Löwen ( 1129-1195) hat Großenrode dann schon zu den Moringer Burggütern gehört. Auf dem Burggut in Großenrode wirtschafteten Hermann und Bernhard, die Söhne des Bernahard v. Thüdinghausen, der als Sohn des Moringer Burggrafen den Namen v. Thüdinghausen angenommen hatte. Seine Söhne Hermann und Bernhard haben dann den Namen des bewirtschafteten Vorwerkes Neuenrode in latinisierter Form angenommen: „de Novalis“ (nova = neu). So führen Bernhard und Hermann den Namen „de Novalis Nobilis de Rothe“. Es sei angefügt, daß die Söhne des Bernhard de Novalis Günther und Hermann dann den Namen Hardenberg führten und die Familie Hardenberg 1375 als Besitzer der Burg auf dem Hardenberg, auf der noch bis Mitte des 13. Jh. die Herren v. Rosdorf als Mainzer Ministeriale wirkten, auftritt.

1276 ist Großenrode bereits ein Pfarrdorf, somit wird auch zu diesem Zeitpunkt eine Kirche vorhanden gewesen sein.

Die Familie „de Novalis“ bewirtschaftete das aus einem Moringer Burggut hervorgegangene Familiengut in Großenrode bis 1389. In diesem Jahr (1389 ) verkaufte Gerhard de Novalis sein Gut mit Rodeforst und Kirchenlehen an seine Vettern auf dem Hardenberg und zog nach Northeim. Fortan war die weitere Entwicklung des Gutes und somit auch der Ortschaft mit der Adelsfamilie von Hardenberg verbunden. Aus Anlaß der Errichtung einer neuen Kirche in Großenrode im Jahre 1740, wurde in der Kirche ein Erbbegräbnis (Familiengruft) für die Freiherren von Hardenberg eingerichtet. Der erste, der hier beigesetzt wurde, war Freiherr Fritz Dietrich, ein Sohn des berühmten Braunschweigischen Statthalters Hildebrand Christoph von Hardenberg. Die Beisetzung erfolgte am 09.03.1739.

Im Jahr 1806 wurde Großenrode ein Teil des Königsreiches Westphalen. Der König dieses neuen Reiches, Hieronimus, ein Bruder Napoleon I., residierte in Kassel. Das 1809 erlassenen Gesetz zur „Allodifikation der Lehe“ und zur „Ablösung und den Verkauf der Zehnten, Zinsen und anderer Grund-Praestationen“ schafften zusammen mit anderen Geldnöten der Hardenberger die Voraussetzungen für den letztlich unfreiwilligen Verkauf des Gutshofes im Jahre 1811.

Nach Abzug der Franzosen wurden die oben genannten Gesetze aufgehoben und durch das Hannoversche´ Ablösegesetz von 1833 wurde der Weg zur freien Eigentumsnutzung wieder frei. 1837 konnte das Gut schließlich von den inzwischen an verschiedenen Orten lebenden Erben des Zwischenbesitzers unter Regie des Bauern Hengst, dessen Familie in Großenrode zunehmende Bedeutung, teils durch Kauf, teils durch Heirat, gewonnen hatte, von einer landwirtschaftlichen Interessentengemeinschaft erworben werden. 1838 kaufte dann der Bauermeister Hengst das Hofgrundstück des ehemaligen Gutes. Auf dem Erbweg gelangte dann durch die Verheiratung der Großtochter des Käufers der ehemalige hardenbergische Hof in den Besitz der Familie Könecke, die diesen bis heute erfolgreich bewirtschaftet.

Quellen: Walter Ohlmer, Moringer Chronik, 1983; Heimat-Buch des Kreises Northeim, 1924; Die Burg Hardenberg und das historische Nörten, 1987


Ortsbeauftragter: Werner Waßmann, Mitteldorfstr. 16, Tel.: 05503-2352

Mitglieder des Ortsrates:
Ortsrat Großenrode  
I. Mitglieder: Partei:
  Ortsbürgermeister Claus Stumpe FWG
  stellv. Ortsbürgermeister Siegfried Opolka FWG
  Ortsratsherr Wilhelm Deneke FWG
  Ortsratsfrau Silke Filthuth FWG
  Ortsratsherr Stephan Grimm FWG
  Ortsratsfrau Elke Klein FWG
  Ortsratsfrau Nicole Voigt FWG
FWG= Freie Wählergruppe Großenrode

Vereine: Anschrift: Tel.:
Bürgerverein "Unsere Umwelt Mörliehausen" Elisabeth Reisener, Mörliehäuser Str. 12 05503-2274
Freiwillige Feuerwehr Heiko Voigt
Novalisstr. 6
05503-805678
MGV/Gemischter Chor Irmtraud Voigt,
Mitteldorfstraße 6
05503-2125
Turn- und Sportverein Frank Keese,
Pütenanger 6
05503-99 90 64







Letzte Änderung: 31.01.2012

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